BLACKOUT

Wie kann man sich auf einen Blackout vorbereiten und was ist das überhaupt? 

Stell dir vor, du sitzt abends gemütlich da, genießt deinen Feierabend und schaust dir deinen Lieblingsfilm im Fernseher an und plötzlich – schwups – wird es dunkel. Der Strom ist ausgefallen. Du gehst zum Sicherungskasten, aber da ist alles okay.

Du schaust aus dem Fenster und überall ist es dunkel. In keinem Haus brennt mehr Licht, auch die Laternen leuchten nicht mehr. Es hat also mehrere Haushalte getroffen, nicht nur deinen.

Aus deinen Erfahrungen weißt du, dass ein kleiner Stromausfall nur wenige Minuten oder Stunden dauert. Deswegen wartest du entspannt ab, jedoch passiert nichts mehr. Es bleibt dunkel. Schließlich gehst du ins Bett und schläfst. 

Doch auch am nächsten Tag gibt es immer noch keinen Strom. Der Akku von deinem Smartphone ist leer und auch das Telefon und andere Kommunikationsmittel, funktionierten nicht mehr, weil es keinen Strom gibt. Auch das Internet ist ausgefallen. Du weißt nicht, was passiert ist.

Nun ist es eingetreten, was Experten schon Jahre prognostiziert haben – ein europaweiter Blackout.

Was ist ein Blackout?

Als Blackout bezeichnet man den plötzlichen, überregionalen und länger andauernden Ausfall großer Stromnetze. Blackouts gibt es jedes Jahr auf der ganzen Welt. Oft sind es sehr große Blackouts, die mehrere Länder vorübergehend ins Chaos stürzen. 

Doch was würde passieren, wenn solch ein Szenario ganz Europa erfassen würden?

blackout

Unterschied Stromausfall und Blackout

Da der Begriff Blackout nicht klar definiert ist, wird er oft falsch verwendet. In den Medien werden diese als gewöhnliche Stromausfälle bezeichnet.

Wenn ein Stromausfall vorliegt, handelt es sich meistens um eine kleine und regionale Störung, die innerhalb sehr kurzer Zeit wieder behoben ist. Oft sind es  Baggerarbeiten, die ein Stromkabel durchtrennen oder ein Unwetter, welches für einen Stromausfall sorgen. 

Bei einem Blackout sieht es aber anders aus. Die Basis für ein mögliches Blackout sind die zunehmenden Netzeingriffe, um das System stabil zu halten. Oft sind es Cyber-Angriffe, Extremwetterereignisse, Sonnenstürme, Erdbeben, oder Terroranschläge, die solch eine Katastrophe anrichten. 

Was passiert bei einem Blackout?

Bei solch einem Stromausfall bricht das komplette öffentliche Leben zusammen und es beginnt eine Kettenreaktion. Es funktioniert nichts mehr, was mit Strom betrieben wird. 

Kein Internet, keine Heizung, keine Kartenzahlungen, keine Ampeln, kein Bankautomat und auch Straßenbahnen fahren nicht mehr. Das wars aber noch nicht. Schon bald funktioniert die Klospülung nicht mehr und aus dem Wasserhahn fließt kein Wasser mehr, da die Pumpen schließlich auch mit Strom versorgt werden. 

Kurz zusammengefasst: Es funktioniert so gut wie nichts mehr. 

Wie kommt es zu einem Blackout?

Die Ursache kann verschiedene Gründe haben. Das große Problem ist, dass Strom nur minimal gespeichert werden kann. Dass heißt, Strom der produziert wird, muss im gleichen Moment verbraucht werden und Strom der verbraucht wird, muss im gleichen Moment wieder produziert werden. 

energiewende

Elektro ist die Zukunft. Das Problem hierbei ist, dass wir nach und nach Anlagen, die konstant Strom bringen abschalten und gegen Anlagen austauschen, die mal viel und mal wenig Strom bringen. Dazu zählen zum Beispiel Windräder und Solaranlagen. 

Stromüberproduktion

Es wird mehr Strom produziert, als verbraucht werden kann.

Stromunterproduktion

Es wird weniger Strom erzeugt, als benötigt wird. Das kann passieren, wenn zum Beispiel ein Kraftwerk ausfällt. 

sonnenstürme

Auch ein Sonnensturm kann solch eine Katastrophe auflösen. Und das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. Vor ca. 160 gab es das sogenannte Carrington-Ereignis, bei dem die geomagnetischen Störungen o stark waren, dass Telegrafenämter von Funkenschlag aus ihren Geräten berichteten, der teilweise sogar das Papier in Brand setzte.

physische Trennung

Dies kann bei größeren Naturkatastrophen passieren, wie im Jahr 2005 im Münsterland als bei einem Schneechaos mehrer Strommasken abbrachen. Selbst vier Tage nach Ende des Schneefalls waren noch nicht alle Orte wieder an das Stromnetz angeschlossen

Hackerangriffe

Gezielte Hackerangriffe auf Stromversorger können zu einer Kettenreaktion kommen und in halb Europa das Licht ausmachen. 

terrorangriffe

Auch vor Terroranschlägen auf unsere Stromversorgung sind wir nicht geschützt. Es kann jederzeit zu einem Angriff auf einen Energieversorger oder Transformatoren stattfinden. 

menschliches versagen

Wo Menschen die Hand im Spiel haben können Fehler passieren. Das ist vollkommen normal. Auch davor sind wir nicht geschützt. Damals beim Atomunfall in Tschernobyl war auch menschliches Versagen die Ursache. 

YouTube

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Wie wahrscheinlich ist solch ein Szenario?

Einen Stromausfall hat jeder schon einmal miterlebt. Doch von einem größeren Blackout sind wir zum Glück noch verschont geblieben, obwohl wir schon mehrfach knapp an einem vorbeigeschrammt sind. 

Viele Experten gehen davon aus, dass uns in den nächsten Jahren ein großer Blackout trifft. Das einer kommt ist sicher. Die Frage ist nur und ob du darauf vorbereitet bist. 

Wie lange dauert ein Blackout?

Ein solcher Zwischenfall kann mehrer Stunden bis mehrere Tage dauern. Beim Ausfall des Stromnetzes ist es sehr kompliziert den Strom wieder zum Laufen zu bringen. Es ist unmöglich, einen Schalter umzulegen damit wieder alles läuft. Der Stromprozess ist viel komplexer. 

Deshalb musst du dich darauf einstellen, dass ein solcher Vorfall mehrere Stunden, Tage, oder im schlimmsten Fall sogar eine Woche dauern kann. 

Stromausfall Deutschland Karte

Um zu sehen, ob nur du oder auch andere Haushalte von einem Stromausfall oder sogar einem Blackout betroffen sind, kannst du die Karte von Störungsauskunft verwenden.

Dort siehst du, wer in deiner Umgebung noch alles Stromausfälle gemeldet hat. Du kannst dort auch selber einen Vorfall melden. 

Wie gegen einen Blackout vorsorgen?

Wie du oben bereits gelesen hat, funktioniert bei so einem Szenario so gut wie nichts mehr. Denn für all das, was wir täglich nutzen, wird Strom benötigt. Aus diesem Grund solltest du dir jetzt Gedanken machen und intelligent vorsorgen, bevor es zu spät ist. 

Im Folgenden zeigen wir dir, was du im Ernstfall benötigst: 

Lebensmittel

Ähnlich wie bei einer Pandemie kann es passieren, dass Menschen in Panik verfallen und die Supermärkte stürmen, um sich mit Lebensmittel einzudecken. Um vorbereitet zu sein, ist eine Versorgung mit Lebensmittel für mindestens 2 Wochen zu empfehlen.

Jedoch kann es dann auch schon zu spät sein, wenn es keinen Strom mehr gibt. Denn bei einem großen Stromausfall gehen die Türen beim Supermarkt nicht mehr auf, die Kassen funktionieren nicht mehr und du kannst auch nicht mehr mit Karte zahlen. 

wasser

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur drei bis vier Tage ohne Flüssigkeit.

Ist der Strom weg, wird auch mit der Zeit kein Wasser mehr aus dem Hahn kommen. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, genug Wasser daheim zu haben. Aber Achtung, du darfst nicht nur ans Wasser zum Trinken denken, sondern auch an das, welches du zum Kochen und für die Körperpflege benötigst. 

Rechne mit mindestens 2 Liter pro Person jeden Tag. Wenn du also zu zweit in einem Haushalt wohnst und ein Blackout 3 Tage dauert, brauchst du 12 Liter Wasser. So bekommst du Flüssigkeit und kannst es zum Kochen verwenden, vorausgesetzt du hast Alternativen mit denen du kochen kannst.

Wenn dieses Szenario aber länger dauert, wirst du auch mehr Wasser benötigen. Nicht nur zum Trinken und zum Kochen, sondern auch für die Körperpflege,

kochen

Wenn der Strom ausfällt, funktioniert auch dein Herd nicht mehr, was bedeutet, dass du nicht mehr kochen kannst. Du kannst zum Beispiel mit einem Gaskocher, bzw. Campingkocher vorsorgen. 

BARGELD

Du bist jemand, der nur mit der Karte zahlt? Im Fall eines Stromausfalls wird auch das nicht mehr möglich sein. Wenn du bisher nicht mit Lebensmittel vorgesorgt hast und auch sonst kein Essen daheim hast, wird es eng. Aus diesem Grund ist es ein Muss, etwas Bargeld daheim zu haben. 

Lass das Geld aber nicht einfach irgendwo liegen, sondern verstecke es gut, sodass es dir niemand entwenden kann.

LICHT

Wenn es keinen Strom gibt, wird es dunkel. Deswegen solltest du auch an Licht denken. Hierzu eignen sich Kerzen hervorragend. Zudem machen sie auch noch etwas warm, sollte ein Blackout mitten im tiefsten Winter geschehen. 

Aber auch Taschenlampen solltest du Immer in deinem Notvorrat haben.

BATTERIEBETRIEBENER RADIO

Ein Radio kann überlebensnotwendig sein, denn darüber bekommst du im Ernstfall Neuigkeiten und Informationen, was zu tun ist. Achte aber darauf, dass dein Radio mit Batterien läuft. 

Hausapotheke

Wichtig be solch einem Szenario ist eine Hausapotheke. Wenn nämlich gar nichts mehr geht, kann es passieren, dass du wichtige Medikamente nicht mehr bekommst. Wenn du in dieser Zeit auf dich allein gestellt bist, ist es sinnvoll, vorzusorgen. 

Lebensmittel

Egal in welcher Situation du dich befindest, du solltest immer Lebensmittel für den Notfall haben und dir bereits vorher einen Lebensmittelvorrat anlegen. Fließt kein Strom mehr, kannst du nichts mehr kochen und die Türen im Supermarkt bleiben zu.

Das bedeutet, dass du im schlimmsten Fall nichts mehr zum Essen bekommst. Habe deshalb immer einen Vorrat an Lebensmitteln daheim. 

Hygieneartikel

Auch wenn es sich keiner vorstellen kann, aber bei solch einer Katastrophe funktioniert auch das WC nicht mehr. Auch der Müll kann nicht mehr abgeholt werden. Hier ist es wichtig, sich über Alternativen Gedanken zu machen, wo man sein tägliches Geschäft erledigen und es schlussendlich hygienisch entsorgen kann.